Samstag, 22. März 2008

Olympiaboykott 2008


Ich habe mich persönlich bisher auf die Spiele 2008 wirklich gefreut. Den Chinesen traue ich locker die größten und großartigsten Spiele der Neuzeit zu. Die kollektiven Anstrengungen die auf uns etwas seltsam wirken, wie das üben des perfekten Lächelns, öffentliche englischkurse etc. fand ich irgendwie beeindruckend.
Man stelle sich mal ähnliches bei uns vor? Ich plane sogar für mich und meine Familie in 2009 eine Reise nach China und denke darüber nach zumindest ein wenig chinesisch zu lernen. Man kann mir also wirklich nicht vorwerfen, ich hätte ein China-Problem..
Die Tibeter wussten ganz bestimmt, das die Spiele und die Aufmerksamkeit die dadurch ihr Protest erhalten kann, vielleicht einer der letzten großen Chancen darstellt, auf Ihre Lage hinzuweisen. Und selbstverständlich versuchen sie die Spiele dafür zu instrumentalisieren, aber Peking veranstaltet diese ja auch nicht des athletischen Ideals wegen.

Die Art und Weise wie Peking gegen den Protest vorgeht - lässt uns gar keine andere Wahl - die sogenannte "freie Welt" muss diese Spiele boykottieren, wenn die Gewalt hier weiter eskaliert. Die Zeit fasst das ganz treffend zusammen: "Niemand möchte Ärger mit China! Aber wenn China weiter auf Tiber schiesst, ist ein Olympiaboykott unausweichlich" In diesem Sinne: Athleten in aller Welt - fahrt nicht nach Peking!
So schade ich das persönlich finde.

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